Pflanzlicher Sonnenschutz – weniger ist mehr

Sonne sorgt für gute Laune, fördert die Lebensfreude, aktiviert die Atmung, den Stoffwechsel und stimuliert das Immunsystem. Sonne ist für die Versorgung unseres Körpers mit Vitamin D essentiell wichtig. Allerdings kann ein zu langer Aufenthalt in der Sonne ohne zusätzlichen UV-Schutz einen schmerzhaften Sonnenbrand verursachen und die Haut auch langfristig schädigen. Es kann zu vorzeitiger Faltenbildung, Pigmentflecken oder sogar zu Hautkrebs kommen. Beim Sonnenbaden, wie auch bei ausgedehnten Outdooraktivitäten, ist ein vernünftiger Sonnenschutz daher unerlässlich.

Chemische UV-Sonnenschutzfilter 

Sonnencremes müssen gemäß EU-Verordnung entweder chemische oder mineralische Sonnenschutzfilter enthalten. Chemische Sonnenschutzfilter dringen in die Haut ein, wandeln dort UV-Strahlung chemisch in Wärmestrahlung um und zersetzen sich in der Haut. Sie sind bekannt dafür, häufig Allergien auszulösen oder die Haut auch überempfindlich gegenüber Sonnenstrahlung zu machen (Stichwort Mallorca-Akne, Sonnenallergie). Die meisten Sonnenschutzprodukte enthalten gleich mehrere Sonnenschutzfilter, so dass es  schwierig ist, den jeweils Allergie-auslösenden Inhaltsstoff zu finden. Außerdem können chemische UV-Filter im Körper nachweislich wie Östrogene wirken, die DNS-Erbsubstanz schädigen oder aber Haut-Unreinheiten fördern. Zu den chemischen UV-Filtern, die du unbedingt meiden solltest, gehören vor allem diese:

Octocrylen INCI: (Octocrylene)

Oxybenzon (INCI: Benzophenone-3) 

Sulisobenzon (INCI: Benzophenone-4) 

Padimate O (INCI: Octyldimethyl PABA / Ethylhexyl Dimethyl PABA)

Amiloxat (INCI: Isoamyl p-Methoxycinnamate)

Octinoxat (INCI: Ethylhexyl Methoxycinnamate oder Octyl Methoxycinnamate)

Homosalat (INCI: Homomenthyl Salicylate)

Enzacamen (INCI: 4-Methylbenzylidene Camphor)

Chemische UV-Sonnenschutzfilter als Umweltproblem

Die massenhafte Verwendung von Sonnencremes und Sonnenölen mit chemischen UV-Filtern wirkt sich zunehmend zerstörerisch auch auf unsere Umwelt aus. Der chemische UV-Filter Oxybenzon beispielsweise, der in über 80% der Sonnenschutzmittel enthalten ist, löst sich nicht im Wasser auf, er ist nicht biologisch abbaubar. Vielmehr sinkt er wegen seiner hohen Dichte zum Meeresgrund und lagert sich dort auch auf Korallenriffen an. Forscher machen Oxybenzon für das Korallensterben mitverantwortlich. Sie vermuten, dass der UV-Filter die vorher farbenprächtigen Korallen mit einem Film überzieht und entfärbt. Eine Studie von 2017 hat die Entwicklung einiger Korallenriffe im Südchinesischen Meer über einen längeren Zeitraum beobachtet. Dort wurde Oxybenzon in über 20% aller Korallen nachgewiesen. Es fielen merkwürdige Deformitäten am Weichgewebe der geschädigten Korallen auf, die danach teilweise abstarben. Allerdings sind Korallen generell sehr empfindlich. Sie leiden zusätzlich unter der Meeres-Verschmutzung durch Erdöl und den steigenden Wassertemperaturen. 

Mineralische UV-Sonnenschutzfilter

Eine bessere Wahl sind Sonnenschutz-Produkte mit mineralischen UV-Filtern aus mikrofeinen Partikeln, die das Licht quasi wie ein Spiegel reflektieren. Sie sind gut hautverträglich und photostabil, d.h. die reflektierenden Partikel bleiben auf der Haut und können somit nicht sensiblisieren. Als mineralische Sonnenschutzfilter werden Zinkoxid (INCI: Zink Oxide) und Titandioxid  (INCI:Titanium Dioxide) eingesetzt. Während Titandioxid eher gegen UVB-Strahlung schützt, wirkt Zinkoxid sehr gut gegen UVA-Strahlung. Gemäß EU-Richtlinie sollen alle Sonnenschutzmittel einen UVA-Schutz haben, der mindestens einem Drittel des angegebenen Lichtschutzfaktors entspricht (dieser bezieht sich immer auf UVB). Gegen zellschädigende Infrarot-Strahlung wirken mineralische UV-Filter nicht. Den bestmöglichen Schutz gegen IR-Strahlung bieten pflanzliche Antioxidantien. Sie fangen freie Radikale ab, regen die hauteigenen Reparaturmechanismen an und beugen Pigmentflecken vor.

Mineralischer UV-Schutz behindert, wie chemische Sonnenschutzfilter auch, die körpereigene Bildung von Vitamin D. Daher solltest du mineralische Sonnenschutz-Produkte besser nicht im täglichen Dauergebrauch anwenden. Sonnencreme mit mineralischen Filtern lässt sich meist schlechter auf der Haut verteilen und hinterlässt einen gewissen Weißeleffekt. Daher werden, auch in der Naturkosmetik, zunehmend mineralische Kleinst-Partikel in Nanogröße eingesetzt. Sie gelten als problematisch und müssen laut EU-Kosmetik-Verordnung auf der INCI-Liste der Verpackung als „nano“ gekennzeichnet werden.

Warum sind mineralische UV-Nanopartikel problematisch?

Nanopartikel haben eine Größe von 1 bis 100 Nanometer. Sie sind sind unlöslich und biopersistent, das heißt sie können in unserem Organismus nicht abgebaut werden. Nano-Titandioxid kann aufgrund seiner winzigen Größe die schützende Hautbarriere bis in die Dermis durchdringen, in unseren Körper und auch in die Blutbahn gelangen, wie eine Studie von 2016 gezeigt hat. Die Wahrscheinlichkeit ist bei gesunder, widerstandsfähiger Haut natürlich geringer als bei bei verletzlicher Haut von Kindern, bei geschwächter Hautschutzbarriere wie Neurodermitis, bei Ekzemen, Rosacea oder auch bei Sonnenbrand.

Forscher haben in Tierversuchen beobachtet, dass Nanopartikel im Körper Entzündungen und Organschäden hervorrufen können. Insbesondere Titandioxid gilt als problematisch. 2017 bestätigte eine französische Studie im Tierversuch einen Zusammenhang zwischen Nano-Titandioxid und schweren Darmentzündungen bis hin zu Darmkrebs. In Frankreich ist Titandioxid (E171) seit 2019 in Lebensmitteln verboten. Zu den Langzeitwirkungen bei Menschen gibt es bisher weder für Nano-Titandioxid noch für Zinkoxid-Nanoteilchen Untersuchungen. Damit bleibt unklar, ob sich Nanopartikel im menschlichen Gewebe ablagern und dort toxisch wirken können.

Ist ein Sonnenschutz mit Lichtschutzfaktor 30 doppelt so wirksam wie einer mit LSF 15? 

Ein Sonnenschutzmittel mit LSF 10 lässt noch 1/10 der UV-Strahlung durch, hält also 90 % der UV-Strahlung ab. LSF 15 blockt ca. 93 % der Sonnenstrahlung, LSF 30 ca. 97 %. LSF 50 bietet mit 98 % unwesentlich mehr Sonnenschutz als LSF 30.

Warum ein täglicher pflanzlicher Sonnenschutz die beste Wahl ist

Vor dem Hintergrund kritisch diskutierter chemischer und mineralischer Sonnenschutzfilter bietet das Sunshine Day Oil gerade für empfindliche Haut die beste Alternative für den täglichen Einsatz. Dabei wird die oft unterschätzte, ausreichende Versorgung des Körpers mit Vitamin D nicht beeinträchtigt. Das Sunshine Day Oil ist frei von hautschwächenden Emulgatoren, von Duftstoffen und sonstigen Zusätzen. Die ölige Textur hinterlässt keinerlei fettiges Hautgefühl. Das Ölserum ist frei von potentiell gesundheitsschädigenden Nebenwirkungen. Es wird schnell und vollständig von der Haut aufgenommen. Die beiden Hauptbestandteile des Sunshine Day Oil, kaltgepresstes Karanjaöl und Avellanaöl, haben internen Untersuchungen zufolge einen LSF von 10+, Karanjaöl sogar ca. 30+. Allerdings müssen laut EU-Verordnung Sonnenschutzprodukte entweder einen mineralischen oder chemischen Filter enthalten. Da dies ein rein pflanzlicher Sonnenschutz ist, der weder chemische noch mineralische UV-Filter enthält, darf auf dem Produkt kein LSF angegeben werden. 

Die beiden Öle absorbieren schädigende ultraviolette und infrarote Strahlung. Der natürliche Sonnenschutz wird verstärkt durch pflanzliche Antioxidantien aus Schizandra, Rosmarin oder Sanddorn, die in der Lage sind, die zellschädigenden Wirkungen von Infrarot-Strahlung neutralisieren. Sie bilden ein Abwehrschild gegen freie Radikale, die verstärkt bei übermäßiger Sonnenstrahlung im menschlichen Körper entstehen und nach neueren Erkenntnissen hauptsächlich verantwortlich für die vorzeitige Hautalterung sind.

Bei ausgedehnten Sonnenbädern oder sportlichen Outdoor-Aktivitäten in der Sonne empfehlen wir als Basis das Sunshine Day Oil. Darüber solltest du zusätzlich, je nach Hauttyp, noch einen hohen mineralischen Sonnenschutz auftragen. Dies gilt insbesondere auch für den Sonnenschutz im Schnee. Die Sonne ist im Winter zwar schwächer, allerdings werden die Strahlen reflektiert und die Haut reagiert auch empfindlicher. Achte möglichst darauf, dass weder Nanopartikel noch Titandioxid in deinem mineralischen Sonnenschutzprodukt enthalten sind.

Wenn es doch einmal zum Sonnenbrand gekommen ist, hilf deiner geröteten, gereizten Haut mit regenerierenden und hydratisierenden Nährstoffen im Kampf gegen die Entzündung. Das Anti-Pollution Moisturizer Serum auf Basis von Aloe Vera Gel enthält Ectoin, das die DNA der Hautzellen vor Schädigung schützt. Niedermolekulare Hyaluronsäure spendet tiefenwirksam Feuchtigkeit und wirkt entzündungshemmend. Hochdosierte pflanzliche Antioxidantien stimulieren die Zell-Regeneration.


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